Seit dem Jahr 1807 darf die Gemeinde Krozingen offiziell Jahrmärkte abhalten – ein wichtiger Impuls für die städtische Entwicklung. Man legte den Markt auf einen Platz westlich der viel befahrenen Basler Landstraße, in unmittelbarer Nähe zur traditionsreichen Gastwirtschaft Lamm. Dieses Gasthaus – heute das Haus zum Lamm – gab dem Platz seinen bis heute gebräuchlichen Namen: Lammplatz.
Mit der Eröffnung der Fußgängerzone im Jahr 1984 wurde der Lammplatz endgültig als städtisches Zentrum etabliert. Er verbindet Geschichte, Handel und Begegnung – damals wie heute.
An der Südseite des Lammplatzes steht ein beeindruckendes Gebäude: fast quadratisch im Grundriss, mit mächtigen Mauern, kleinteiligen Fenstern und einem markanten Walmdach. Heute ist hier die Volksbank untergebracht, doch das Gebäude blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück.
Drei Bauphasen lassen sich an der Fassade ablesen:
Tatsächlich diente das Gebäude über Jahrhunderte hinweg als Sitz der Ortsherrschaft von Bad Krozingen. Seinen heutigen Namen verdankt es den Herren von Pfirt, die von 1660 bis 1806 die Herrschaft ausübten – daher: Pfirt’sches Schlösschen. Nach der Säkularisierung wurde das Gebäude im 19. Jahrhundert privatisiert. Im Jahr 1988 erwarb schließlich die Volksbank das Gebäude und ließ es umfassend sanieren und modernisieren. Heute verbindet das Pfirt’sche Schlösschen auf eindrucksvolle Weise Geschichte und Gegenwart – als traditionsreicher Bau mitten im lebendigen Zentrum der Stadt.