Pilotprojekt "Lolli-Test"

Die Stadt Bad Krozingen startet nach den Herbstferien 2021 im Rahmen eines Pilotprojektes mit den PCR-Pool Tests („Lolli-Tests“) zunächst an der Max-Planck-Realschule, der Kita Biengen und der Kinderkrippe Kiebitz e.V. in Schlatt. In den drei Einrichtungen wird die neue Testmethode die bisherigen Antigen-Schnelltests ablösen und soll damit für mehr Sicherheit und Präzision bei der Feststellung von Corona-Infektionen sorgen. Nach den Weihnachtsferien ist geplant, dass sich weitere Kitas und Schulen dieser Testmethode anschließen können.

Das Wichtigste zusammengefasst:

● Es wird die innovative “Lolli-Methode” verwendet: Die Kinder lutschen 30 Sekunden an einem Probestäbchen wie an einem normalen Lolli. Es gibt keinen unangenehmen Abstrich in der Nase oder im Rachen!
● Die Proben der ganzen Gruppe/Klasse werden gemeinsam mittels PCR-Test im Labor getestet - die Tests sind somit genauer als Antigen-Schnelltests.
● Die Eltern erhalten per E-Mail Bescheid, bei Coronaverdachtsfällen wird zusätzlich noch eine SMS versendet.
● Bei einem Verdacht müssen alle Schüler/innen der Klasse bzw. Kitakinder der jeweiligen Gruppe einzeln nachgetestet werden. Dieser Test ist kostenlos!

Die Stadt Bad Krozingen hat für Fragen der Eltern, deren Kinder an der Pool-Test Methode teilnehmen, eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet.
Unter: pooltests@bad-krozingen.de werden Fragen zum Thema beantwortet.

Die Entnahme der Proben erfolgt unter Aufsicht des Schul-/Kindergarten-/ Kita-Personals am Morgen des jeweiligen Testtages. Das Personal wurde entsprechend geschult. Die Kinder lutschen dafür für 30 Sekunden an einem Tupfer („Lolli-Methode“), der dann in ein Sammelröhrchen gesteckt wird. Alle Tupfer der Kinder einer Klasse/Gruppe werden in diesem Röhrchen gesammelt (diese Sammelprobe nennen wir „Pool“). Das Schul-/Kindergarten-/Kita-Personal verschließt dann das Röhrchen und beklebt es mit einem vorgesehenen QR-Code.
Danach werden die Proben in das Labor Clotten  gebracht, wo eine SARS-CoV-2-PCR durchgeführt wird. Durch das Poolen der Proben können die Kosten der Diagnostik stark reduziert werden. Die Empfindlichkeit (Sensitivität) der Pool-PCR-Diagnostik ist im Vergleich zu Antigen-Schnelltests überlegen. Trotzdem kann es auch bei der PCR-Testung aus Speichel vorkommen, dass insbesondere niedrige Viruskonzentrationen einer Person durch den Test nicht entdeckt werden. Insofern kann auch ein negativer Test keine vollständige Sicherheit bieten. Die gegenwärtigen Hygieneregeln müssen unabhängig vom Testergebnis weiter eingehalten werden.
Die Testung ist für die Kinder nicht unangenehm, da es wie das Lutschen an einem normalen Lolli ist. Das Material der Tupfer hat einen leichten Eigengeschmack, den man beim Lutschen wahrnehmen kann. Dieser verfliegt aber nach der Probenentnahme rasch. Die Tupfer sind für den medizinischen Gebrauch geeignet,
die Verwendung ist also gesundheitlich unbedenklich. Bei sachgemäßer Nutzung besteht Mundhöhle keinerlei Verletzungsrisiko.
Im Labor wird zunächst der Pool mittels einer PCR-Reaktion getestet. Fällt das Ergebnis negativ aus, bedeutet das, dass keine Infektionen bei den Kindern, deren Tupfer im Pool waren, nachgewiesen werden konnten. Die Eltern und die Einrichtungsleitungen werden entsprechend per Email informiert.
Fällt das Ergebnis positiv aus, muss der Pool „aufgelöst“ werden, weil mindestens bei einer der Personen des positiven Pools das Virus SARS-CoV-2 nachweisbar war. In diesem Fall müssen alle Kinder noch einmal mittels PCR einzeln bei ihrem jeweiligen Kinder- bzw. Hausarzt nachgetestet werden. Für die Nachtestung erfolgt ein Rachenabstrich. Die Ergebnisse der Einzeltestung werden dann über das Gesundheitsamt an die entsprechenden Kinder/Eltern und die Schule übermittelt. Infizierte Kinder müssen zu Hause in Isolation bleiben. Über alle weiteren Quarantäne- und Kontaktnachverfolgungsmaßnahmen entscheidet das Gesundheitsamt.