Hochwasserschutz in Bad Krozingen


Zum Schutz der Kernstadt vor den Auswirkungen solcher Unwetterfolgen liefen nahezu 20 Jahre lang Planungen für eine Flutmulde, die die Stadt vor der Überflutung durch ein so genanntes 100-jähriges Hochwasser bewahren sollte. Diese Planungen wurden vom Regierungspräsidium im Juni 2016 aufgrund des ungünstigen Kosten-Nutzen-Verhältnisses auf Eis gelegt. Stattdessen sollen neue technische Hochwasser­schutz­maßnahmen im Bereich des Neumagens zum Schutze der Kernstadt geprüft werden. Da die Bezeichnung des 100-jährigen Hochwassers lediglich eine statistische Größe darstellt, Extremwetterlagen in letzter Zeit sogar in unmittelbarer Nachbarschaft verheerende Schäden verursacht haben und die Kernstadt in keinster Weise vor solchen Schäden gefeit sei, fordert Bürgermeister Volker Kieber das Regierungspräsidium dringend dazu auf, schnell zu handeln und den bestmöglichen technischen Hochwasserschutz zeitnah umzusetzen und das Thema nicht auf die lange Bank zu schieben. „Das Thema Hochwasserschutz ist in unserer Region von großer Bedeutung. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger zukünftig vor einem möglichen Hochwasser zu schützen“, so Kieber. „Ich fordere das Regierungspräsidium dazu auf, die Untersuchungen für mögliche technische Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich des Neumagens schnell anzugehen, damit die Maßnahmen zeitnah realisiert werden.“ Darüber hinaus schlägt er eine Art Frühwarnsystem vor, bei dem sich die betroffenen Gemeinden gegenseitig schneller informieren, wenn der Neumagen und die umliegenden Gewässer nach einem Starkregen über die Ufer treten. „Zu einem sinnvollen Hochwasserschutz gehören aber vor allem auch zuverlässige technische Maßnahmen, die schnellstmöglich umgesetzt werden müssen. Dazu müssen jetzt alle an einem Strang ziehen“, so Kieber.
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