Kommunikations- und Beteiligungsprozesses am geplanten Hotel-Neubau Bad Krozingen


Am 25. Juli 2016 fand hierzu eine öffentliche Informationsveranstaltung statt, in der die Anregungen und Bedenken der Öffentlichkeit erfasst wurden. Im Anschluss hat der Runde Tisch, an dem rund 20 Vertreter des Gemeinderates, der Stadtverwaltung, des Verkehrsvereins, des Gewerbeverbandes, der ehemaligen Bürgerinitiative "Kein Hotel im Kurpark", des BUND, des Herzzentrums, der Investor Dr. Papazov, Fachplaner, der Kurdirektor und der Bürgermeister vertreten sind, seine Arbeit aufgenommen.
 
Die Aufgabe des Runden Tisches besteht darin, eine Empfehlung an den Gemeinderat der Stadt Bad Krozingen für einen Standort zum Neubau eines vier-Sterne-plus Hotels zu erarbeiten sowie den Bedarf für ein vier-Sterne-plus Hotel, unabhängig vom Standort, darzustellen. Das Ergebnis des Runden Tischs soll erneut in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden. Insgesamt drei Treffen haben von August 2016 bis Januar 2017 stattgefunden.
 
Bevor in einem vierten Treffen, voraussichtlich im Herbst 2017, die abschließende Empfehlung ausgesprochen werden kann, wird ein Projektentwickler beauftragt. Dessen Aufgabe wird sein zu prüfen, in welchen Standortkombinationen sich ein vier-Sterne-plus Hotel für Bad Krozingen umsetzen lässt, unter Berücksichtigung einer ökonomisch, ökologisch und architektonisch optimierten Lösung. Die Rahmenbedingungen hierfür wurden am Runden Tisch einvernehmlich unter der Moderation von Ute Kinn, Büro GRiPS, definiert. 
 
Dass Bad Krozingen ein vier-Sterne-plus Hotel gut tun wird, bestätigte beim letzten Runden Tisch die von der TREUGAST Solutions Group vorgestellte Potentialanalyse für einen Hotel Neubau in Bad Krozingen. Die TREUGAST arbeitet bundesweit und zählt zu den führenden Unternehmensberatungen in der Hotelbranche. Der Auffassung des Gutachters konnte sich der Runde Tisch einstimmig anschließen.
 
Am Runden Tisch wurden einige Standortalternativen diskutiert. Dabei zeigte sich dass, die Standorte „Parkplatz gegenüber der Rheintalklinik“, „Herz-Klinik“, „Kurhaus“, „Am Kurgarten I“ und die Fläche angrenzend an „Kurgarten II“ für ein vier-Sterne-plus Hotel nicht relevant sind.
 
Als grundsätzlich geeignet wurden die Standorte „Rheintal-Klinik“, und die am Kurpark quasi in einer Reihe liegenden Grundstücke Tourist-Info, Appartementhaus Hotel Eden, Stadt Bad Krozingen und Dr. Papazov eingestuft.

In der Diskussion und den Verhandlungen am Runden Tisch zeigt sich, dass der Standort an der Rheintal-Klinik im Verhältnis zu den Standorten am Kurpark, mit der unmittelbaren Nähe zur Vita Classica, weniger geeignet ist. Als ein Erfolg des Runden Tischs kann gewertet werden, dass man sich mit dem Investor Dr. Papazov darauf verständigt hat ein gemeinsames  Hotelprojekt, angrenzend an den Kurpark weiterzuverfolgen. Für diesen Bereich wurden im Rahmen des 2. Runden Tisches durch die Fachplaner eine erste Einschätzung auf die Auswirkungen der natur- und artenschutzfachlichen Belange abgegeben. Die ersten Einschätzungen ergaben, dass aus natur- und artenschutzfachlicher Sicht keine unüberwindbaren Hindernisse zur Entwicklung der Flächen vorliegen. Weitere bzw. vertiefende Untersuchungen müssen im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens erfolgen.

Allerdings hat keiner dieser vier Grundstücke allein die ausreichende Größe für ein Haus mit ca. 100 Zimmern. Es wurden am Runden Tisch unterschiedlichste Konstellationen der Grundstücknutzung diskutiert. Der Fokus der bisherigen Überlegungen am Runden Tisch liegt auf den Grundstücken Dr. Papazov und Familie Huber. Hierzu gibt es im Laufe der kommenden Monate aber noch viele Detailfragen zu klären. Auf dem städtischen Grundstück besteht gemäß Flächennutzungsplan derzeit keine Bebauungsmöglichkeit, hier müsste eine Flächennutzungsplanänderung angestrengt werden. Um dennoch den Pool der Möglichkeiten offen zu halten, werden alle vier Grundstücke in die Aufgabenstellung für den Projektentwickler eingebracht. Die Größe des zur Verfügung stehenden Grundstücks wird sicher eine entscheidende Rolle spielen, damit auch im Außenbereich eine entsprechende Gestaltung und Nutzung ermöglicht wird. Ein Haus mit 100 Zimmern kann auf einer ausreichend großen Fläche so geplant werden, dass nicht zu sehr  in die Höhe gebaut werden muss und  sich der Bau harmonisch an der bestehenden Bebauung orientiert und in den Kurpark einfügt.
 
Dem Runden Tisch ist es wichtig, die Öffentlichkeit zeitnah in einem Pressegespräch über das Zwischenergebnis zu informieren.
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