Stadtsanierung "An der B3" - Aktueller Planungsstand vorgestellt


Die Arbeitsgemeinschaft „Dörr+Irrgang Architekten, Generalplaner und Gisinger Immobilien GmbH, die die Umgestaltung des Bereichs der Basler Straße und des Kirchplatzes im Sanierungsgebiet „An der B3“ durchführen,  planen unter anderem die Innenstadt durch mehrere Plätze zu verbinden. Auf der jetzigen Grünfläche sieht die Planung  Gebäude vor, die im Erdgeschoss Ladenflächen und in den oberen Stockwerken Wohnungen ermöglichen sollen. Der Gemeinderat hatte im Vorfeld den Entwurf von Dörr+Irrgang unter mehreren Bedingungen empfohlen. So soll die Verkehrsführung variabel bleiben. Neben dem Begegnungsverkehr sollen auch eine Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer sowie eine Unterbrechung des Durchgangsverkehrs umsetzbar bleiben. Die  Stadtverwaltung hat hierfür bereits einen Verkehrsgutachter beauftragt.

Vorgehensweise

Im Rahmen einer Bürgerwerkstatt, in der Bad Krozinger Bürgerinnen und Bürger frühzeitig eingebunden wurden, sind in verschiedenen Arbeitsgruppensitzungen Vorschläge entstanden, die auch  in den Auslobungstext mitaufgenommen wurden. Nach einem Beschluss des Gemeinderates vom 26. Oktober 2015 wurde ein Gremium zur Begleitung der städtebaulichen Planung zur Entwicklung dieses zentralen Innenstadtbereiches gebildet. Nachdem das Gremium, bestehend aus Vertretern der Gemeinderatsfraktionen, des Gewerbeverbandes, der Bürgerwerkstatt, Professoren für Städtebau als Fachjuroren und des Sanierungsträgers „Kommunale StadtErneuerung“, über die Details der Auslobung beraten hatte, wurden diese veröffentlicht und parallel dazu einige Architekturbüros direkt zur Teilnahme eingeladen. Drei Arbeitsgemeinschaften zeigten sich am zweistufigen Verfahren interessiert und hatten sich am vorangestellten Auswahlverfahren mit ihren ersten städtebaulichen Ideen um die Teilnahme an der Mehrfachbeauftragung beworben. Der Gemeinderat beschloss daraufhin die Mehrfachbeauftragung der Büros Ruch und Partner, Rosenstiel Architekten und Stadtplaner sowie Dörr+Irrgang. Die Überarbeitung der Entwürfe sollte bis zum 20. Mai erfolgen, unter Berücksichtigung der Anregungen von Gremiumsmitgliedern und interessierten Bürgern. Diese konnten sich im Rahmen einer Bürgerversammlung über die ausgearbeiteten Entwürfe informieren und hatten dabei auch Gelegenheit, direkt mit den Planern und Architekten ins Gespräch zu kommen.
In der Gremiums-Sitzung am 09. Juni 2016 wurden die vorgeprüften städtebaulichen Entwürfe vorgestellt und durch die Fachgutachter Professor Leonard Schenk und Professor Alfred Ruther-Mehlis hinsichtlich der  architektonischen und städtebaulichen Qualitäten erörtert und bewertet. Das Gremium entschied sich einstimmig den Entwurf des Büros Dörr+Irrgang, unter der Voraussetzung, dass die im sogenannten „Pflichtenheft“ zusammengefassten Modifizierungen vorgenommen werden, zu empfehlen, woraufhin die Arbeitsgemeinschaft beauftragt wurde.

Weitere Vorgehensweise

Bereits im Mai und Juni 2017 wurden die Abbrucharbeiten ausgeschrieben, diese sollen im Juli´17  vergeben werden. Im nächsten Schritt werden nun die Abbrucharbeiten vorbereitet (Juni/Juli 2017), bevor dann die Basler Straße kurzzeitig gesperrt werden muss (Juli 2017). Im August 2017 wird dann die erste Sperrung der Basler Straße (inkl. Umleitung der Fußgänger über den Rathausplatz, Umleitung des Pkw-Verkehrs über die Graben- und Joseph-Vomstein-Straße) erfolgen, bevor die Häuser in der Basler Straße 32, 34, und 36 abgerissen werden können (August/ September 2017). In den Monaten August bis Dezember 2017 werden dann archäologische Grabungen durchgeführt. Zeitgleich werden auch die Linden verpflanzt und die frühzeitige Bürgerbeteiligung des Bebauungsplanverfahrens durchgeführt, bevor anschließend die Offenlage des Bebauungsplanes stattfinden kann.

Die weiteren Schritte entnehmen Sie der Tabelle.

Zeitplan Stadtsanierung "An der B3"
   
 
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