Baumfällungen aufgrund der Verkehrssicherungspflicht


Der BGH verlangt, dass die Kontrollen in regelmäßigen Zeitabständen vorgenommen und bei Feststellung von Gefahren die erforderlichen Maßnahmen getroffen werden. Wenn der Baum nicht mehr standsicher ist oder Äste herabzustürzen drohen, muss die Kommune Teile des Baumes entfernen beziehungsweise ihn sogar fällen.

Auch die Stadtverwaltung kontrolliert jährlich ihren Baumbestand auf Verkehrssicherheit, um die Gefahren von Astabbrüchen oder umstürzenden Bäumen zu minimieren. Die Kontrollen werden von beauftragten Fachfirmen durchgeführt. Die Ergebnisse für das Jahr 2017 liegen mittlerweile vor. Der Großteil der Bäume ist sicher oder kann durch eine fachgerechte Pflege und die Entnahme von Totholz verkehrssicher gehalten werden. Nicht standfeste Bäume müssen jedoch entfernt werden. Der Bad Krozinger Bauhof wird daher bis Ende Februar Baumfällungen durchführen. Davon betroffen sind unter anderem zehn Pappeln an der Böschung zwischen Kurgarten und Baugebiet Kurgarten I, dem sogenannten Röhrleberg. Pappeln erreichen aufgrund der weichen Holzeigenschaften kein hohes Lebensalter. Bei einer Beprobung aller 62 Bäume entlang der Böschung und der dort verlaufenden Fußwege wurden zehn Bäume mit einer fortgeschrittenen Fäule festgestellt, die in den nächsten Wochen entfernt werden. Da die Bäume teilweise Saatkrähenester tragen, war dafür eine Genehmigung beim Landratsamt erforderlich.
Auch entlang des Neumagens Richtung Staufen werden alte Pappeln gefällt. Im Stadtgebiet und den Ortsteilen sind weitere rund 25 Bäume zur Fällung markiert worden. In Bad Krozingen gibt es laut aktuellem Baumkataster rund 4.500 Bäume auf öffentlichem Grund. Im langjährigen Durchschnitt werden jährlich rund 50 Bäume gefällt und in der Regel durch Neupflanzungen ersetzt. 
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