Walter Scheel Erinnerungsstätte im Rathaus eröffnet


Zur offiziellen Eröffnung kamen unter anderem der Vorsitzende des Vorstandes Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und ehemaliger Bundesvorsitzender der FDP sowie Fraktionsvorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion  und Staatsminister a.D., Dr. Wolfgang Gerhardt, Dr. Christoph Hoffmann (MdB), Staatssekretär a.D. Ernst Burgbacher, Barbara und Ulrich Scheel sowie Bürgermeister der Nachbargemeinden,  Vertreter des Gemeinderates, die Vorstandschaft des Freundeskreises Walter Scheel und der Walter-Scheel-Stiftung sowie der Geschäftsführer der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Dr. Gerhard Söltenfuß.  
Gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Barbara Scheel und dem Bundespräsidialamt wurden Verträge geschlossen, damit das Büro zukünftig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Eingerichtet ist der Raum, der sich im westlichen Seitenflügel des Rathauses befindet, mit persönlichen Gegenständen aus mehreren Jahrzehnten, die das Leben und Wirken des Bundespräsidenten dokumentieren. „Uns war es wichtig, dass aus dem letzten Büro von Walter Scheel eine historische, museale Erinnerungsstätte wird. Mit dem Nachlass soll Geschichte lebendig werden“, so Bürgermeister Volker Kieber. Hier werden zukünftig zahlreiche historische Dokumente und Gegenstände aus mehreren Jahrzehnten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „Wir stellen unter anderem Scheels Bücher, Redemanuskripte, politische wie persönliche Erinnerungen, sowie zahlreiche Urkunden, Orden und Geschenke, die Scheel bei Staatsbesuchen erhielt, aus“, so Dr. Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.
 
Hinzu kommen Schallplatten in Gold und Platin für Scheel und das Lied "Hoch auf dem gelben Wagen". „Auch Souvenirs von Staatsbesuchen wird man hier finden“, so Kieber.
 
Der am 8. Juli 1919 in Solingen geborene Scheel war nicht nur Entwicklungs­hilfeminister, sondern von 1969 bis 1974 auch Bundesminister des Auswärtigen und Vizekanzler sowie von 1974 bis 1979 Bundespräsident und gehörte zu den bedeutenden deutschen Staatsmännern des 20. Jahrhunderts. Er war vor allem für seine richtungsweisende Entspannungspolitik während des Kalten Krieges bekannt.  Er lebte die letzten sieben Jahre in seiner Wahlheimat Bad Krozingen und hatte von 2009 bis 2014 sein Büro im Rathaus. Er starb am 24. August 2016  im Alter von 97 Jahren in Bad Krozingen.
 
Die Erinnerungsstätte im „Bundespräsident-Walter-Scheel-Haus“ (in der Basler Straße 30 in Bad Krozingen) wird nun dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich sein. Des Weiteren wird die Wanderausstellung „Walter Scheel – Botschafter der Freiheit“ vom 20. Juni bis zum 15. Juli 2018 in der Vita Classica Therme gezeigt und durch drei öffentliche Veranstaltungen am
  • 29. Juni 2018, 16 bis 18 Uhr (Gastgeber: Bernd Scherer, Stellv. Vorsitzender des Freundeskreises Walter Scheel)
  • 06. Juli 2018, 16 bis 18 Uhr (Gastgeber: Dr. Manfred Vohrer, Vorsitzender des Freundeskreises Walter Scheel)
  • 13. Juli 2018, 16 bis 18 Uhr (Gastgeber: Rolf Berndt, Vorsitzender der Walter-Scheel-Stiftung)
vertieft.
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