Bad Krozingen ist digital

Die Stadtverwaltung Bad Krozingen baut im Rahmen der Digitalisierung den Service für Bürgerinnen und Bürger weiter aus. In diesem Zusammenhang wird auch das Online-Angebot erweitert. 

Bürgerinnen und Bürgern können ab sofort ihre Termine im Bürgerbüro online vereinbaren, die vom  Bürgerbüro bevorzugt bearbeitet werden. 

Hier kommen Sie direkt zur Online-Terminvereinbarung.


Auch weist ein Bildschirm im Eingangsbereich des Rathauses, der im Laufe des Aprils fest installiert wird, auf Veranstaltungen und Raumbelegungen hin und dienst somit als Wegweiser durch die Bad Krozinger Stadtverwaltung.

Im Dezember 2019 wurde das sogenannte „dvv.Personal E-Recruiting“ – ein Bewerber-Management-System der Firma ITEOS – eingeführt. „dvv.Personal E-Recruiting“ ist ein webbasiertes System für das Bewerbermanagement und E-Recruiting, das auf die Abläufe der öffentlichen Verwaltung spezialisiert ist. Die Personalauswahl und -gewinnung kann durch das neue Portal deutlich beschleunigt werden.

Seit Januar 2020 bietet die Stadtverwaltung einen digitalen Zugang zum Ordnungswidrigkeitenverfahren an. Unter www.bad-krozingen.de/owi oder über den auf dem versandten Brief aufgedruckten QR-Code haben Verkehrsteilnehmer rund um die Uhr die Möglichkeit, in den jeweiligen Vorgang Einsicht zu nehmen, sich zum Tatvorwurf zu äußern und direkt online (mit Hilfe von Banking-Apps) zu bezahlen.

Damit Jugendliche aktiv an Stadtgeschehen und -entwicklung beteiligt werden können, führt die Stadtverwaltung im Rahmen der Digitalisierung eine Jugendbeteiligungs-App ein, die von der Firma Hitcom aus Dunningen entwickelt wurde. Mit ihrer Hilfe können Jugendliche zukünftig unter anderem Anregungen und Ideen für die Stadtentwicklung äußern. Andere Nutzer können darauf reagieren und die Vorschläge als gut oder weniger gut bewerten oder an Umfragen zu bestimmten Themen teilnehmen.

Bereits vor einem Jahr hat die Stadt Bad Krozingen mit dem Projekt Digitalisierung der Bad Krozinger Schulen begonnen und eine Arbeitsgruppe gegründet.  Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, einen gesamtstädtischen Medienentwicklungsplan zu entwerfen, der einen sinnvollen und nachhaltigen Einsatz von Medien im Unterricht gewährleistet. In enger Zusammenarbeit mit dem Kreismedienzentrum in Freiburg soll der MEP schnellst möglich fertiggestellt werden. Hierbei wird nach dem Leitsatz „Technik folgt Pädagogik“ gearbeitet. Fachliche Unterstützung im pädagogischen Bereich erhält die Arbeitsgruppe zukünftig durch eine Mitarbeiterin der Mediathek Bad Krozingen.

Im Rahmen der Ausbildung bei der Stadtverwaltung nehmen die Auszubildenden an einem sechsmonatigen Projekt „Auszubildende als Digitalisierungsscouts“ teil, welches von der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald vermittelt und vom deutschlandweit agierenden RKW-Kompetenzzentrum initiiert wurde und begleitet wird. Ziel dieses Projektes ist ebenfalls, Digitalisierungspotenziale in der Stadtverwaltung zu finden und in einem Azubi-Projekt umzusetzen. 

Derzeit können sich Bürgerinnen und Bürger bereits über Tagesordnungspunkte des Bad Krozinger Gemeinderates im sogenannten Ratsinformationssystem informieren, ihr Kind über das Kita-Portal online anmelden sowie E-Books und Hörbücher der Mediathek über die sogenannte Onleihe ausleihen oder Bücher vorbestellen und verlängern. Auch das städtische Fundbüro wurde bereits digitalisiert. Dieses kann,  genauso wie die Vereins- und Unternehmensdatenbank oder die öffentliche Bekanntmachungen, über die städtische Webseite abgerufen werden.

In den nächsten Monaten können darüber hinaus Bad Krozingerinnen und Bad Krozinger mithilfe des sogenannten „Schadensmelder“ Schäden schnell und einfach per Handy oder über die Webseite der Stadtverwaltung mitteilen.


Laut des 2017 in Kraft getretene Onlinezugangsgesetzes sollen Bund, Länder und die Kommunen bis 2022 alle Verwaltungsleistungen in Deutschland über Verwaltungs­portale auch digital anbieten. 
Bürgerinnen und Bürger sollen somit zukünftig die von ihnen gewünschte Dienstleistung direkt, schnell und einfach online aufrufen und abwickeln können.

Breitbandausbau in Bad Krozingen


Schnelles Internet wird heute zur praktisch Daseinsvorsorge gezählt. Der Ausbau schneller Verbindungen ist aber sehr teuer, vergleichbar mit dem Ausbau eines völlig neuen Stromnetzes. Die Kosten sind mit dem Ausbau eines Neubaugebietes nicht vergleichbar weil in den Bestand eingegriffen werden muss, bestehende Straßen und Wege angeschnitten werden und andere Versorgungsleitungen berücksichtigt werden müssen.
Die technisch beste Lösung mit wirklicher Zukunftssicherheit ist ein Glasfaseranschluss direkt ins Haus. Die Umsetzung eines Glasfasernetzes mit direktem Anschluss der Gebäude (FTTB) ist aufgrund EU-rechtlichen Bestimmungen nicht überall möglich.

Deshalb haben wir den Ausbau der Glasfaserleitung bis zum Kabelverzweigerkasten (KVZ) der Telekom geplant und von dort mit der bestehenden Telekomleitung in das Gebäude (FTTC). Allerdings durften wir aus rechtlichen Gründen nur in Biengen den FTTC-Ausbau machen. Hiermit gibt es jetzt sofort sicherlich eine Lösung der Probleme. Langfristig wird aber der Glasfaserausbau ins Gebäude folgen. Das Breitbandnetz in Glasfasertechnik wird auch als Next Generation Network bezeichnet, also als die Technik, die bereits jetzt für die zukünftigen Anwendungen ausreicht. Damit sind die neuen Techniken wie Cloud-Dienste, IP-TV oder Video on Demand ohne Einschränkungen möglich. Höhere Bandbreiten können ohne weiteres, zu anderen Konditionen, angeboten werden. Das Glasfasernetz bis ins Gebäude ist die einzige zukunftsfähige Antwort auf die Internetprobleme. Die hohen Investitionen sind ohne Fördermittel nicht umsetzbar. Die Fördermittel sollen ermöglichen, dass die Maßnahmen in einem gewissen Zeitraum innerhalb der Nutzungsdauer (ca. 30 Jahre) durch die Pacht refinanziert werden ohne eigene Steuermittel dafür einzusetzen. Es herrscht Konsens, dass Steuermittel nicht für ein Glasfasernetz verwendet werden sollen. Der Haushalt der Stadt ist und bleibt schon bei den anstehenden Aufgaben so angespannt, dass eine Verwendung von Geldmitteln für andere Dinge nicht möglich ist.

Gemäß den Bestimmungen des Grundgesetzes dürfen wir dieses Netz nicht selbst betreiben, sondern müssen den Betrieb in einem Wettbewerbsverfahren ausschreiben. Bei der europaweiten Ausschreibung des Netzbetriebs werden neben einem Pachtentgelt auch die Preise für den Kunden mit ausgeschrieben. Die Vergabe erfolgte aufgrund einer Punkteliste die sich aus der Bewertungsmatrix ergibt. Hier wurde z.B. auch abgefragt, ob der Betreiber die technischen Voraussetzungen erfüllt.