Liebe Besucherinnen und Besucher,
herzlich willkommen auf der Seite unseres wundschönen Ortsteils Tunsel. Stöbern Sie gerne auf unseren Seiten und lernen Sie Tunsel näher kennen.
Zu Tunsel gehört der kleine Weiler Schmidhofen, welcher östlich von Tunsel liegt. Wie überall, wird auch in Tunsel „fleißig“ gebaut. Somit ist unsere Einwohnerzahl in den letzten Jahren auf knapp 2.100 gestiegen. Unser Ort verändert sich. Dies ist auch gut, denn Fortschritt braucht Veränderung. Dennoch ist es uns sehr wichtig, dass wir unseren dörflichen Charakter erhalten können. Ich bin mir sicher, dass uns dies gelingen wird.
Sie haben sicher schon den Spruch „ T’s Dunsel isch alles andersch“ gehört. Dies ist wirklich so. So kann durch das enorme Engagement der Bürgerinnen und Bürger einiges erreicht werden, was anderen Orts nicht so möglich ist. Wir sind froh und stolz, dass wir im Ort unseren Kindergarten und die Grundschule haben. Somit ist ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung vorhanden.
Durch unser reges Vereinsleben sind wir weit über die Grenzen Bad Krozingens bekannt. Diese Vereine erfreuen uns regelmäßig mit kulturellen oder sportlichen Veranstaltungen, welche nicht nur von „Tunselern“ besucht werden.
Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß auf unseren Seiten. Sie sind natürlich gerne eingeladen unseren schönen Ort auch live kennen zu lernen.
Herzliche Grüße
Ihr Ortsvorsteher
Joachim Eisele
Montag: 08:30 - 13:00 Uhr
Dienstag: 08:30 - 12:30 Uhr
Mittwoch: 08:30 - 12:30 Uhr
Donnerstag: 15:00 - 19:00 Uhr
Freitag: 08:30 - 12:30 Uhr
Hier finden Sie weitere Informationen zum Ortschaftsrat Tunsel
Die Einladungen zu den Sitzungen des Ortschaftsrats Tunsel finden Sie unter den öffentlichen Bekanntmachungen.
Die Terminplanung der Sitzungen für das Jahr 2026 finden Sie hier:
Terminplanung Sitzungen Ortschaftsrat Tunsel 2026.pdf
Hier finden Sie die Protokolle zu den Sitzungen des Ortschaftsrats Tunsel für das aktuelle Jahr.
Zum Archiv gelangen Sie hier.
St.-Michael-Str. 18
Bad Krozingen-Tunsel
Hinweis: Kein barrierefreier Zugang über den Haupteingang. Der barrierefreie Zugang erfolgt über den Seiteneingang.
Weitere Informationen zur Mehrzweckhalle in finden Sie hier
Hier finden Sie Informationen zur Kita in Tunsel
Hier finden Sie Informationen zur Grundschule in Tunsel
Tunsel, gemeinsam mit dem kleinen Weiler Schmidhofen, blickt auf eine eindrucksvolle Geschichte zurück, die weit über ein Jahrtausend zurückreicht. Bereits 1735 berichtete der Tunseler Pfarrer Hermann über gewaltige Steinplatten, die beim Pfarrhaus ein uraltes Grab bedeckten – eine der frühesten dokumentierten Ausgrabungen der Region. Noch ältere Spuren entdeckte man auf dem Silberbuck, wo Funde aus der Urnenfelderzeit um 1200 v. Chr. eine frühe Besiedlung belegen. Weitere archäologische Nachweise im Osten des Orts reichen in die alamannische Zeit zurück.
Die erste urkundliche Erwähnung Tunsels datiert auf das Jahr 860, im Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster St. Trudpert – ein Hinweis auf die frühe Bedeutung des Orts, auch wenn der erhaltene Text erst aus dem 14. Jahrhundert stammt.
Im Hochmittelalter stand auf dem Rebberg östlich des Dorfs eine bedeutende Burg, strategisch gelegen an den alten Verkehrswegen und nahe dem Bergbaugebiet im Münstertal. Sie war im Besitz des örtlichen Adelsgeschlechts der Herren von Tunsel, Dienstleute der Zähringer. Nach langwierigen Erbstreitigkeiten gelangte die Burg 1256 in den Besitz des Klosters St. Trudpert – und verschwand später aus dem Landschaftsbild. Doch in den Sagen von Tunsel lebt sie bis heute weiter.
Auch kirchlich prägte das Kloster den Ort stark: Ab dem späten 13. Jahrhundert stellte St. Trudpert nicht nur die Pfarrer, sondern übernahm 1481 auch die volle Ortsherrschaft – inklusive hoher und niederer Gerichtsbarkeit. Dieser Einfluss dauerte bis zur Säkularisation im Jahr 1806, als Tunsel und Schmidhofen an das Großherzogtum Baden fielen.
Auch Schmidhofen war Teil der klösterlichen Besitzungen. Bereits 1295 urkundlich erwähnt, befand sich hier früh eine Kapelle, die vermutlich im frühen 16. Jahrhundert von einem Mönch betreut wurde. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich nach zwei überlieferten Wunderheilungen eine kleine Wallfahrt in den Weiler – Zeichen des tief verwurzelten Glaubens in der Region.
Seit dem 14. Jahrhundert ist Tunsel als politische Gemeinde belegt – mit eigenem Vogt, Dorfgericht und Geschworenen. Der Wunsch nach Selbstbestimmung zeigt sich auch in frühen (wenn auch erfolglosen) Versuchen, Nutzungsrechte im nahen Münstertal geltend zu machen.
Wirtschaftlich war Tunsel lange landwirtschaftlich geprägt. Aufgrund ihres Wohlstands erhielten die Tunseler liebevoll-spöttisch den Übernamen „Speckbuure“ – was sie mit Humor nahmen und in ein beliebtes Fest verwandelten: das Speckbuure-Fest, das heute fest zum kulturellen Leben des Orts gehört.
Ein herausragendes Zeugnis der klösterlichen Zeit ist bis heute das barocke Pfarrhaus von 1769, errichtet von Abt Paul II., der es so sehr schätzte, dass er dort seinen Lebensabend verbrachte.
Am 1. Januar 1974 wurde Tunsel nach Bad Krozingen eingemeindet – doch sein eigenständiger Charakter, die aktive Dorfgemeinschaft und die enge Verbundenheit zur Geschichte sind bis heute spürbar.