Er­geb­nis­se des run­den Ti­sches „Saat­krä­hen in Land­wirt­schaft & Stadt“05.03.2018


Seit vie­len Jah­ren stel­len Saat­krä­hen im Stadt­ge­biet und in der um­ge­ben­den Land­wirt­schaft ein Pro­blem dar.
Nach­dem in den 80-er Jah­ren zu­nächst nur we­nig öf­fent­li­che Grün­flä­chen in der In­nen­stadt be­trof­fen wa­ren, be­sie­del­ten die Saat­krä­hen ab den 90-er Jah­ren den Kur­park und Um­ge­bung. In den Jah­ren 2004 bis 2017 stieg die Zahl der Brut­paa­re im ge­sam­ten Stadt­ge­biet auf über 1.400 an.
Um die Pro­ble­ma­tik zu be­spre­chen, fan­den im No­vem­ber 2017 und im Ja­nu­ar 2018 zwei Tref­fen am Run­den Tisch statt, mit den zu­stän­di­gen Ver­tre­tern der Be­hör­den im Land­rats­amt und Re­gie­rungs­prä­si­di­um, Land­wir­ten, Jä­gern, Na­tur­schüt­zern so­wie der städ­ti­schen Ver­wal­tung und des Ge­mein­de­rats­rats. Ei­ne Zu­sam­men­fas­sung der Ge­sprä­che am Run­den Tisch fin­den Sie im In­fo­kas­ten.
Zum Win­te­r­en­de keh­ren Saat­krä­hen an ih­re Brut­plät­ze zu­rück, sie su­chen ge­eig­ne­te ho­he Bäu­me für neue Nist­plät­ze oder set­zen be­reits vor­han­de­ne Nes­ter wie­der in Stand. Auf­grund der Le­bens­wei­se in gro­ßen Ko­lo­ni­en, der Grö­ße der Tie­re und den da­mit ver­bun­de­nen Hin­ter­las­sen­schaf­ten er­hält die Stadt­ver­wal­tung re­gel­mä­ßig zahl­rei­che Be­schwer­den von An­woh­nern und Kur­gäs­ten. Ins­be­son­de­re wäh­rend der Brut­zeit und Auf­zucht der Saat­krä­hen zwi­schen März und Ju­ni ist in un­mit­tel­ba­rer Nä­he der Brut­ko­lo­ni­en mit Lärm so­wie Ver­schmut­zung zu rech­nen (her­ab­fal­len­de Äs­te, Nah­rungs­res­te und Kot). Häu­fig gibt es ei­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen der Neu­an­sied­lung von Ko­lo­ni­en und dem sich in der Nä­he be­find­li­chen Fut­ter­an­ge­bot. Da­her ist es be­son­ders wich­tig, in den kom­men­den Wo­chen kei­ne Es­sens­res­te oder Tier­fut­ter im Um­feld von Krä­hen­ko­lo­ni­en zu hin­ter­las­sen.
Die Stadt­ver­wal­tung be­müht sich dar­um, an sen­si­blen öf­fent­li­chen Stand­or­ten das Brü­ten von Krä­hen zu ver­hin­dern und Ver­grä­mungs­maß­nah­men durch­zu­füh­ren, al­ler­dings ist die Saat­krä­he durch die EG-Vo­gel­schutz­richt­li­nie und das Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz (BNatSchG) be­son­ders ge­schützt, da­her sind für al­le Maß­nah­men Aus­nah­me­ge­neh­mi­gun­gen er­for­der­lich. Das Ver­grä­men von Tie­ren an ei­nem Stand­ort hat im­mer zur Fol­ge, dass sich die Tie­re ei­nen an­de­ren Ort zur Brut su­chen. Un­ter Um­stän­den bil­den sich aus ei­ner Ko­lo­nie meh­re­re Teil­po­pu­la­tio­nen und das Pro­blem ver­grö­ßert sich, des­halb ist ein un­ko­or­di­nier­tes Vor­ge­hen und ein pri­va­tes Ein­grei­fen un­be­dingt zu ver­mei­den. Saat­krä­hen sind sehr in­tel­li­gen­te, so­zia­le und an­pas­sungs­fä­hi­ge Vö­gel und durch­schau­en Ver­grä­mungs­maß­nah­men schnell, so dass die­se oft schnell un­wirk­sam wer­den.

Er­geb­nis­se des run­den Tischs „Saat­krä­hen in Land­wirt­schaft & Stadt“ No­vem­ber 2017 und Ja­nu­ar 2018

Rechts­la­ge und Be­stands­ent­wick­lung
Die Saat­krä­he un­ter­liegt als eu­ro­päi­sche Vo­gel­art dem Schutz der eu­ro­päi­schen Vo­gel­schutz-Richt­li­nie und dem Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz §44, nach­dem es ver­bo­ten ist, wild le­ben­de Tie­re zu stö­ren, zu tö­ten oder ih­re Ha­bi­ta­te zu zer­stö­ren. In der ge­sam­ten Re­gi­on steigt die Zahl der Saat­krä­hen seit den 80 er Jah­ren an. In Bad Kro­zin­gen le­ben der­zeit knapp 1400 Brut­paa­re, für ganz Ba­den-Würt­tem­berg gibt der NA­BU die Zahl von rund 9.000 an, für Deutsch­land geht man von 80-90.000 Brut­paa­ren aus. Im Jagd­recht sind Saat­krä­hen im Ge­gen­satz zu den Ra­ben­krä­hen nicht als jagd­ba­re Ar­ten auf­ge­führt.
Krä­hen in der Land­wirt­schaft
Auf­grund der ho­hen Schä­den durch Saat­krä­hen in der Land­wirt­schaft wäh­rend der Aus­saat­zeit und Frucht­rei­fe, er­hal­ten Land­wir­te nach An­trags­stel­lung beim Land­rats­amt ei­ne Er­laub­nis, Saat­krä­hen zu ver­grä­men. Durch das Bei­zen von Saat­kör­nern und zeit­lich ab­ge­stimm­te Aus­saat- und Be­wirt­schaf­tungs­me­tho­den kann der Scha­den ver­rin­gert wer­den und das Fut­ter­an­ge­bot für die Saat­krä­hen mi­ni­miert wer­den.
Öko­lo­gie und Nah­rungs­res­sour­cen
Für die Grö­ße ei­ner Saat­krä­hen­po­pu­la­ti­on ist aus­schlag­ge­bend, wie groß das Nah­rungs­an­ge­bot in der Um­ge­bung ist, ob ge­eig­ne­te Brut­bäu­me vor­han­den sind und ob na­tür­li­che Fein­de oder an­de­re Stö­run­gen vor­han­den sind. Den größ­ten Teil ih­rer Nah­rung fin­den Saat­krä­hen auf land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen um Bad Kro­zin­gen, sie fin­den aber auch im mensch­li­chen Um­feld Nah­rungs­res­te. Ge­eig­ne­te Brut­bäu­me sind meist Pap­peln oder Pla­ta­nen. Im Au­ßen­be­reich wirkt vor al­lem der Ha­bicht als na­tür­li­cher Feind, es gibt aber auch Stö­run­gen durch er­laub­te Jagd auf Ra­ben­krä­hen oder ge­neh­mig­te Ver­grä­mungs­ab­schüs­se, die da­zu füh­ren, dass sich Saat­krä­hen zur Brut in den ge­schütz­ten Raum der Städ­te zu­rück­zie­hen. Auf ho­hen Bäu­me im Au­ßen­be­reich, ab­seits von Sied­lun­gen, fin­det man kaum Saat­krä­hen­ko­lo­ni­en.
Aus­nah­me­ge­neh­mi­gun­gen in der Stadt
Für sen­si­ble öf­fent­li­che Be­rei­che, wie Kin­der­spiel­plät­ze und Schu­len oder das Kur­ge­biet er­teilt das Land­rats­amt auf An­trag ei­ne Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung von § 44 BNatSchG. Für die Be­sei­ti­gung von Nes­tern oder Maß­nah­men, um Saat­krä­hen von den Stand­or­ten fern­zu­hal­ten, zum Bei­spiel durch den Ein­satz von Uhu-At­trap­pen oder durch Falk­ner aus­ge­bil­de­te Greif­vö­gel - zu ver­grä­men. An­trä­ge für pri­va­te Be­rei­che oder aus pri­va­tem In­ter­es­se wur­den bis­her nicht ge­neh­migt.
Ein­wir­ken auf die Be­stands­grö­ße
Am run­den Tisch wur­den ver­schie­de­ne Me­tho­den dis­ku­tiert, die die Grö­ße der Po­pu­la­ti­on der Saat­krä­hen in Bad Kro­zin­gen ins­ge­samt ver­rin­gern könn­ten. Auf­grund der Tat­sa­che, dass sich ers­te Saat­krä­hen nach der Un­ter­schutz­stel­lung in der Re­gi­on in den 80-er Jah­ren wie­der an­sie­del­ten, En­der der 90 er Jah­re rund 800 Brut­paa­re ge­zählt wur­den und bis heu­te bis zu 1400 Brut­paa­re um Bad Kro­zin­gen le­ben, ist die Be­las­tung für Land­wirt­schaft und Stadt enorm. Die recht­li­chen Mög­lich­kei­ten sind hier aber sehr eng, da bei sol­chen Über­le­gun­gen das Bun­des­ar­ten­schutz­ge­setz zu be­ach­ten ist. Ne­ben der öko­lo­gisch wir­ken­den Fak­to­ren wie Nah­rungs­an­ge­bot, Brut­platz­an­ge­bot, na­tür­li­che Fein­de und Stö­run­gen ist hier ei­ne Me­tho­de denk­bar, die vom Re­gie­rungs­prä­si­di­um und dem Land­rats­amt für aus­ge­wähl­te Stand­or­te Un­ter­stüt­zung er­fah­ren wür­de: an aus­ge­wähl­ten Stand­or­ten könn­ten aus  Saat­krä­hen­nes­tern, un­ter der fach­li­chen Be­glei­tung ei­nes Or­ni­tho­lo­gen Ei­er ent­nom­men wer­den. Statt drei bis vier Ei­ern pro Ge­le­ge ver­blie­be da­bei nur ein Ei im Nest. Die Brut wür­de von dem Saat­krä­hen­paar fort­ge­führt wer­den, die ge­rin­ge­re An­zahl der Jung­tie­re soll­te aber ei­ne Re­duk­ti­on von Lärm und Kot um die be­trof­fe­ne Ko­lo­nie ein­tre­ten. Die Stadt­ver­wal­tung plant für die­se Me­tho­de ei­nen An­trag zu stel­len.
För­de­rung na­tür­li­cher Kon­kur­ren­ten
Turm­fal­ken kon­kur­rie­ren ge­nau­so wie an­de­re Ra­ben­vö­gel, z.B. Els­tern mit Saat­krä­hen um Le­bens­räu­me in der Stadt, ha­ben al­ler­dings kei­ne Chan­ce ge­gen­über gro­ßen Saat­krä­hen­ko­lo­ni­en. Sie kön­nen al­len­falls ver­hin­dern, dass sich Teil­ko­lo­ni­en in Baum­grup­pen der Stadt bil­den. Die Stadt­ver­wal­tung sucht Stand­or­te im Stadt­ge­biet, auch pri­va­te Ge­bäu­de mit ei­ner Hö­he von über 12 m Hö­he, an de­nen  Nist­käs­ten für Turm­fal­ken auf­ge­hängt wer­den kön­nen.
Fort­set­zung des Run­den Ti­sches 2017/18
Die Ge­sprä­che am Run­den Tisch sol­len fort­ge­setzt wer­den, mit dem Ziel das vor­han­de­ne Fach­wis­sen und die Er­fah­run­gen zu nut­zen, um Be­ein­träch­ti­gun­gen und Schä­den durch Saat­krä­hen zu mi­ni­mie­ren. Zwi­schen Stadt und Land­wirt­schaft wer­den im Jah­res­ver­lauf wei­te­re Ge­sprä­che statt­fin­den. Falls ein Kon­sens ge­fun­den wird, könn­te im kom­men­den Win­ter ei­ne Um­sied­lung von Saat­krä­hen in ge­eig­ne­te Au­ßen­be­rei­che vor­be­rei­tet wer­den. Da­für sind wei­te­re Ge­sprä­che im Ex­per­ten­kreis nö­tig. Bis­her gibt es nur sehr we­ni­ge Städ­te, die ähn­li­ches er­probt ha­ben.

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Saatkrähenpopulation in Bad Krozingen - Entnahme von Eiern im Randbereich des Kurparks


29.03.2018

Die Stadt Bad Krozingen hat zur Verringerung der Saatkrähenpopulation im Stadtgebiet eine Ausnahmegenehmigung für die Entnahme von Eiern aus Nestern der Saatkrähenkolonie am Rande des Kurparks beantragt. Die Genehmigung wurde am 21.03.2018 durch das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald erteilt. Daraufhin wurden unter der fachlichen Begleitung eines Ornithologen Ende März aus den Nestern Eier entnommen, so dass nur ein Ei pro Gelege im Nest verblieb. Die Stadt stützt sich bei dieser Methode auf die Erfahrungen einer Gemeinde in Bayern, die unter wissenschaftlicher Begleitung verschiedene Varianten der Eientnahme durchführte.

In Bad Krozingen befindet sich seit Jahren eine der größten Saatkrähenkolonien innerhalb Baden-Württembergs. Rund ein Sechstel aller vom NABU gezählten Saatkrähennester – im Jahr 2017 waren dies knapp 1400 – wurden auf der Gemarkung Bad Krozingen gezählt.
Seit Jahren werden Lösungen gesucht, sowohl um landwirtschaftliche Schäden zu minimieren, als auch die Belastungen im Kurpark und der Stadt durch Lärm und Kot zu reduzieren. Einige Maßnahmen wie Uhu-Attrappen oder der Einsatz eines Falkners bringen kurzfristig Erfolge, eine langfristige Lösung wurde aber bisher nicht gefunden. Auch viele andere Städte in Baden-Württemberg und in den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen kämpfen mit dem Problem, unternehmen Versuche mit Umsiedlungen, schneiden Bäume zurück oder setzen Falkner zur Vergrämung ein. Ein langfristiger Erfolg stellte sich bisher nirgendwo ein.
Am runden Tisch zum Thema Saatkrähen in Landwirtschaft & Stadt, der im November 2017 und Januar 2018 in Bad Krozingen stattfand, wurden verschiedene Methoden diskutiert, die die Größe der Population der Saatkrähen in Bad Krozingen insgesamt verringern könnten. Eine vertretbare Methode ist die Entnahme von Eiern aus den Nestern von Saatkrähen. Aufgrund der Besprechungsergebnisse des runden Tisches beantragte die Stadt Bad Krozingen eine Ausnahmegenehmigung für den Eingriff der Eientnahme, für die größte zusammenhängende Saatkrähenkolonie am Rand des Kurparks.
Saatkrähen zählen zu den besonders geschützten Tierarten im Sinne des  Bundesnaturschutzgesetzes. Außerdem ist es verboten wild lebende Tiere zu stören, sie zu verletzten oder zu töten und auch ihre Brut- und Lebensstätten dürfen nicht zerstört werden. Im Interesse der Gesundheit des Menschen und aus Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses können Ausnahmen vom Bundesnaturschutz­gesetz zugelassen werden.
 
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.bad-krozingen.de/saatkraehen  oder erhalten Sie per Email über umwelt@bad-krozingen.de.

Saatkrähen am Rande des Kurparks

Saatkrähen-Vergrämung durch Eientnahme der Nester

Saatkrähen-Vergrämung durch Eientnahme der Nester am Rande des Kurparks
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Saatkrähen im Stadtgebiet - Stadt erarbeitet Masterplan


19.06.2017

Seit vielen Jahren stellen Saatkrähen im Stadtgebiet und in der umgebenden Landwirtschaft ein Problem dar.

Nachdem in den 80-er Jahren zunächst nur wenig öffentliche Grünflächen in der Innenstadt betroffen waren, besiedelten die Saatkrähen ab den 90-er Jahren den Kurpark und Umgebung. 1995 wurden durch den NABU Müllheim rund 400 Brutpaare gezählt. In den Jahren 2004 bis 2009 stieg die Zahl der Brutpaare im gesamten Stadtgebiet auf über 1.400 an. Im Jahr 2017 waren es insgesamt 1.300 Nester: 580 im Ortsteil Biengen, 643 im Kurpark und Umgebung – davon allein 264 im Bereich der Pappeln am Nordrand –  dazu kommen rund 60 Nester im Stadtgebiet östlich der Bahn.
 
Durch genehmigte Vergrämungsmaßnahmen können zwar enge Bereiche um die Kuranlagen und einige sensible Standorte in der Innenstadt frei von Krähennestern gehalten werden, z.B. Grabenstraße, Breslauer Straße, Friedhof oder Aquarado. Die Vergrämungsmaßnahmen sind allerdings sehr aufwendig, da sie Jahr für Jahr wiederholt werden müssen. Zur Vergrämung werden außerhalb der Brutzeit im Januar einzelne Nester entnommen sowie Uhu-Attrappen bewegt oder prophylaktisch metallische Geräusche erzeugt. In früheren Jahren wurden bereits Kronen zurück geschnitten, ganze Bäume entfernt oder ein Falkner eingesetzt, um Krähenstandorte aufzulösen. Trotz der Vergrämungen kommt es sowohl in der Innenstadt auch als im Kurpark jährlich zu Neuansiedlungen von Kolonien, im Jahr 2017 z.B. 21 neue Nester in der Breisgauer Straße unmittelbar neben stark frequentierten Einzelhandelbetrieben. Die Stadtverwaltung tauscht sich regelmäßig mit anderen, vom selben Problem betroffenen Städten in der Oberrheinebene aus z.B. Lahr, Emmendingen oder Freiburg, aber auch dort zeigt sich keine dauerhafte Lösung.
 
An den großen Kolonien in Biengen und am Rand des Kurparks (Pappeln am Nordrand, Kliniken, Neumagen und Parkplätze) wurde in den letzten Jahren nicht vergrämt. Da eine weitere Aufsplitterung der Kolonien vermieden werden sollte. Die Stadtverwaltung bemüht sich um aufklärende Öffentlichkeitsarbeit über die Lebensweise und den Schutzstatus der Vögel, dennoch ist die Zahl der Beschwerden von Kurgästen und Neubürgern des unmittelbar an den Kurpark angrenzenden Wohngebiets Kurgarten I seit dem letzten Jahr stark angestiegen. Die Kurgäste leiden unter der gravierenden Lärmbelästigung durch Krähen im Kurpark, die Anwohner zusätzlich unter der Verkotung ihrer Gärten und Wohnhäuser, der Einzelhandel meldet Verunreinigung von Auslagen.
 
Die Stadt benötigt für den Kurpark und die Umgebung weitere Ausnahmegenehmigungen für die Vergrämung von Saatkrähen. Auf politischer Ebene müssen Ausnahmen von Naturschutz- und Jagdrecht diskutiert werden. Weiterhin ist eine sachliche Öffentlichkeitsarbeit notwendig, in die Aspekte der Entsorgung von Essensresten, Futterquellen und die Vermeidung von Schäden in der Landwirtschaft mit einbezogen werden.
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